Nachruf Laubach

This was published in the following publications on 06.02.2021:
Remscheider General-Anzeiger

<p>Wir erhielten die traurige Nachricht, dass unser Parteifreund und Genosse</p><p>Rolf Laubach<br />im Alter von 85 Jahren von uns gegangen ist.<br />„Nur Solidarität bringt unsere Gesellschaft weiter – deshalb gilt mein Einsatz den<br />Schwachen in unserer Gesellschaft.“<br />Dieser Satz, der sich in einer Vorstellungsbroschüre von Rolf Laubach zur Kommunalwahl<br />1994 wiederfindet, beschreibt so knapp wie zutreffend nicht nur die Person Rolf Laubach,<br />der vor kurzem nach langer Krankheit von uns gegangen ist – sie beschrieb vielmehr den<br />Anspruch, den er an sich und an seine Umgebung tagtäglich stellte.<br />Rolf Laubach gehörte von 1984 bis 1999 dem Rat der Stadt Remscheid an und war einer<br />der prägenden Köpfe der SPD-Ratsfraktion – ob als sozialpolitischer Sprecher oder als<br />stv. Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion. Der Sozialausschuss war sein Zuhause – hier<br />kämpfte er mit Leidenschaft darum, für Menschen neue Perspektiven zu schaffen, die<br />durch Arbeitsplatzverlust oder psychische Erkrankungen drohten, durch das soziale<br />Netz zu fallen.<br />Rolf Laubach war Kümmerer, Gewerkschafter und Sozialdemokrat, er war Mitglied der<br />Arbeiterwohlfahrt, der IG Metall und der SPD. Er ging nicht in die Politik, um etwas<br />zu werden, sondern um etwas zu erreichen – und zwar nicht für sich, sondern für die<br />Menschen, die ohne Menschen wie ihn keinen Fürsprecher hatten.<br />Wenn es um die Sache ging, zog er auch mit dem politischen Mitbewerber an einem Strang.<br />Und wenn er den Eindruck bekam, dass soziale Themen in seiner Partei, die ihm stets auch<br />Heimat war, zu kurz kamen, dann konnte er auch gegenüber seinen Genossinnen und<br />Genossen unerbittlich sein. Kompromisse waren ihm, dem Überzeugungstäter, ein Graus.<br />Sein Wirken war schon zu Lebzeiten legendär, so dass nicht wenige seiner Genossinnen<br />und Genossen ihn persönlich als das ansahen, was er für uns – dem SPD-Unterbezirk,<br />dem SPD-Ortsverein und der SPD-Ratsfraktion – war, ist und auch bleiben wird: ein<br />beispielgebendes Vorbild.<br />Wir haben ihn schon vermisst, als er sich nicht mehr aktiv in die Parteiarbeit einbringen<br />konnte – und werden ihn nicht vergessen.<br />Sven Wolf MdL<br />Fraktionsvorsitzender</p><p>SPD-Ratsfraktion</p><p>Christine Krupp<br />Unterbezirksvorsitzende</p><p>SPD Remscheid</p><p>Nadine Gaede<br />Ortsvereinsvorsitzende</p><p>SPD West</p>

Wir erhielten die traurige Nachricht, dass unser Parteifreund und Genosse

Rolf Laubach
im Alter von 85 Jahren von uns gegangen ist.
„Nur Solidarität bringt unsere Gesellschaft weiter – deshalb gilt mein Einsatz den
Schwachen in unserer Gesellschaft.“
Dieser Satz, der sich in einer Vorstellungsbroschüre von Rolf Laubach zur Kommunalwahl
1994 wiederfindet, beschreibt so knapp wie zutreffend nicht nur die Person Rolf Laubach,
der vor kurzem nach langer Krankheit von uns gegangen ist – sie beschrieb vielmehr den
Anspruch, den er an sich und an seine Umgebung tagtäglich stellte.
Rolf Laubach gehörte von 1984 bis 1999 dem Rat der Stadt Remscheid an und war einer
der prägenden Köpfe der SPD-Ratsfraktion – ob als sozialpolitischer Sprecher oder als
stv. Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion. Der Sozialausschuss war sein Zuhause – hier
kämpfte er mit Leidenschaft darum, für Menschen neue Perspektiven zu schaffen, die
durch Arbeitsplatzverlust oder psychische Erkrankungen drohten, durch das soziale
Netz zu fallen.
Rolf Laubach war Kümmerer, Gewerkschafter und Sozialdemokrat, er war Mitglied der
Arbeiterwohlfahrt, der IG Metall und der SPD. Er ging nicht in die Politik, um etwas
zu werden, sondern um etwas zu erreichen – und zwar nicht für sich, sondern für die
Menschen, die ohne Menschen wie ihn keinen Fürsprecher hatten.
Wenn es um die Sache ging, zog er auch mit dem politischen Mitbewerber an einem Strang.
Und wenn er den Eindruck bekam, dass soziale Themen in seiner Partei, die ihm stets auch
Heimat war, zu kurz kamen, dann konnte er auch gegenüber seinen Genossinnen und
Genossen unerbittlich sein. Kompromisse waren ihm, dem Überzeugungstäter, ein Graus.
Sein Wirken war schon zu Lebzeiten legendär, so dass nicht wenige seiner Genossinnen
und Genossen ihn persönlich als das ansahen, was er für uns – dem SPD-Unterbezirk,
dem SPD-Ortsverein und der SPD-Ratsfraktion – war, ist und auch bleiben wird: ein
beispielgebendes Vorbild.
Wir haben ihn schon vermisst, als er sich nicht mehr aktiv in die Parteiarbeit einbringen
konnte – und werden ihn nicht vergessen.
Sven Wolf MdL
Fraktionsvorsitzender

SPD-Ratsfraktion

Christine Krupp
Unterbezirksvorsitzende

SPD Remscheid

Nadine Gaede
Ortsvereinsvorsitzende

SPD West

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